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Anonymus - Plakat zum Film

ANONYMUS

("Anonymous")
(GB/D, 2011)

Regie: Roland Emmerich
Film-Länge: 130 Min.
 
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 Kino-Start:
 10.11.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 16.05.2012

 Pay-TV-Start:
 01.10.2012

"Anonymus" - Handlung und Infos zum Film:


War Shakespeare wirklich Shakespeare? Seit Jahrzehnten diskutieren Literaturexperten darüber, ob Englands größter Dramatiker seine Theaterstücke und Gedichte tatsächlich selbst geschrieben hat. Denn bevor William Shakespeare Ende des 16. Jahrhunderts mit seinen Dramen für Furore sorgte, war er als eher mäßig gebildeter Schauspieler bekannt. Woher kam also die plötzliche Wortgewandtheit und das Wissen über diverse Schauplätze in Italien, die er selbst offenbar nie besucht hat? Hatte Shakespeare einen Ghostwriter? Erntete er den Ruhm vielleicht für einen anonymen Autoren, der wegen der politischen Anspielungen in seinen Stücken selbst nicht erkannt werden wollte?

"Anonymus" folgt einer der gängigsten Theorien der Shakespeare-Skeptiker. Demnach war der damalige Graf von Oxford (Rhys Ifans, "Notting Hill") der wahre Kopf hinter Klassikern wie "Hamlet", "Macbeth" oder "Romeo und Julia" – und das im Film nicht ohne Hintergedanken: Als heimlicher Liebhaber von Königin Elisabeth I. (Joely Richardson, "Nip/Tuck", in jüngeren Jahren, ihre großartige Mutter Vanessa Redgrave als ältere Queen) versucht er mit seinen Stücken beim Volk Stimmung zu machen, um dem gemeinsamen Sohn zu Einfluss am Königshaus zu verhelfen. Shakespeare selbst (Rafe Spall) gerät eher zufällig an das Material und lässt sich dafür auf der Bühne beklatschen, als sich kein anderer Autor findet. War es wirklich so?

Genrewechsel für Krawall-Spezialist Roland Emmerich ("Independence Day", "2012"): Man muss schon zweimal auf den Abspann schauen, um zu glauben, dass tatsächlich er dieses gediegene Kostümdrama inszeniert hat. Zwischen einigen imposanten Panoramaaufnahmen des computergenerierten historischen London ist "Anonymus" eher Kammerspiel als Spektakel. Emmerich erklärt, seine eigene Faszination für die große Shakespeare-Frage habe ihn zu dem Projekt bewogen. Schade nur, dass der Film dieser Frage selbst kaum nachgeht.

Denn Drehbuchautor John Orloff ("Die Legende der Wächter") strickt um die Graf-von-Oxford-Theorie nur ein mäßig plausibles Ränkespiel bei Hofe. Fans der "Tudors" mögen auf ihre Kosten kommen - wer aber wissen will, warum denn nun viele Experten aus heutiger Sicht ausgerechnet Oxford als das wahre Literatur-Genie in Verdacht haben (eine ausgiebige Italien-Reise zum Beispiel), erfährt wenig. Und das, obwohl sich der Film sogar eine aktuelle Rahmenhandlung gönnt. Nur wird diese leider nicht genutzt, um den Zuschauer mit auf eine spannende Indiziensuche zu nehmen, sondern dient lediglich dazu, einen formalen Theater-Rahmen zu setzen: "Anonymus" soll wie eines von Shakespeares klassischen Dramen funktionieren. Das klappt einigermaßen unterhaltsam – ein Thriller über "die größte Verschwörung aller Zeiten" (wie es der Trailer suggeriert) ist der Film aber nicht.


Die Redaktions-Wertung:65 %

Autor/Bearbeitung: Martin Günther

Update: 11.10.2011

Kommentare zum Film:



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