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Yves Saint Laurent - Plakat zum Film

YVES SAINT LAURENT

("Yves Saint Laurent")
(F, 2013)

Regie: Jalil Lespert
Film-Länge: 101 Min.
 
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 Kino-Start:
 17.04.2014

 DVD/Blu-ray-Start:
 05.09.2014

 Pay-TV-Start:
 11.03.2015

"Yves Saint Laurent" - Handlung und Infos zum Film:


Die beschauliche Existenz der französischen Kolonialisten im nordafrikanischen Algerien ist längst nur noch ein schöner, wehmütiger Traum. Überall im Land gärt es; dass Algerien in den Strudel eines Befreiungskriegs geraten wird, scheint nur noch eine Frage der Zeit. Deshalb sind die wohlhabenden Eltern von Yves Saint Laurent nicht traurig, als der junge Yves (Pierre Niney) sich anschickt, seine Heimat Algerien zu verlassen, um in Paris als Modedesigner zu arbeiten. Von klein auf hat der äußerst schüchterne Yves sich für Mode und nichts Anderes interessiert. Früh schon hat er mit seinem außergewöhnlichen Talent Kleider für die Verwandtschaft entworfen und eigenhändig genäht. Deshalb sind alle überzeugt, dass in Paris, der Hauptstadt der Mode, eine strahlende Zukunft auf ihren Yves wartet. Tatsächlich dauert es nach seiner Ankunft im Jahr 1955 nicht lange, bis er vom Haute-Couture-Haus Christian Dior engagiert wird. Der berühmte Couturier ist tief beeindruckt vom unübersehbaren Talent seines Assistenten, und als er 1957 völlig überraschend stirbt, ist es Saint Laurent, der mit seinen 21 Jahren an die Spitze des weltberühmten Hauses berufen wird.

Seine erste Kollektion für Dior wird ein durchschlagender Erfolg und macht Saint Laurent zum neuen Liebling der Pariser Haute Volée. Nach der Modenschau, noch im Taumel seines Erfolgs, lernt er Pierre Bergé (Guillaume Gallienne), den Mann seines Lebens kennen, in den er sich Hals über Kopf verliebt. Yves und Pierre beschließen, sich eine gemeinsame Wohnung zu suchen und leben im konservativen Paris der späten fünfziger Jahre offen als Liebespaar. Dritte im Bunde ist das blutjunge Dior-Model Victoire Doutreleau (Charlotte Le Bon), die Yves wie seine eigene Schwester liebt. Sie versteht es mit ihrer guten Laune, seine melancholischen Verstimmungen, in die Yves immer wieder gerät, zu zerstreuen. Seit Christian Dior nicht mehr da ist, quälen ihn Zweifel, ob er wirklich das Zeug zum Modeschöpfer hat. Ihm fehlt der sichere Rat, die Unterstützung Diors. Doch Pierre Bergé erweist sich als äußerst geschickter Geschäftsmann, was Yves den nötigen Freiraum verschafft, um seines kreatives Genie ungebremst zu entfalten. Bergè kümmert sich um alles Andere – die Geschäfte, die PR, den Kontakt zur reichen Kundschaft. Als der Modeschöpfer zum Wehrdienst einberufen wird, was gleichbedeutend ist mit einem Einsatz im Algerienkrieg, nimmt eine enorm kreative und erfolgreiche Phase seines Lebens ein jähes Ende. Yves erleidet einen Nervenzusammenbruch. Die Ärzte diagnostizieren eine manisch-depressive Störung. Yves verweigert den Kriegsdienst, was in Frankreich zum Skandal wird. Das Haus Dior sieht sich angesichts der aufgeheizten öffentlichen Stimmung gezwungen, seinen künstlerischen Direktor zu entlassen.

Ein Schock, den Yves und Pierre allerdings schnell verkraften. Sie ergreifen die Chance und gründen 1961 ein eigenes Modelabel: Yves Saint Laurent. Die erste eigene Kollektion erweist sich wieder als wahrer Triumph, obwohl der Figaro nörgelnd schreibt: "Etwas wirklich Neues hat er nicht zu bieten. Die Zukunft wird zeigen, ob es sich nur um ein Strohfeuer handelt." Trotz des Erfolgs genügt diese Kritik, um Yves wieder in tiefe Zweifel und Depression zu stürzen. Getrieben von einer Sehnsucht nach Sonne und Freiheit, machen sich Yves und Pierre auf nach Marokko, ein Land in das sich Yves verliebt und in dem er endlich zur Ruhe findet. Auch die Inspiration, die er schon für immer verloren glaubte, kehrt zurück. Und nach einer erholsamen Pause, kehrt Yves nach Paris zurück. Er fühlt sich stark genug sich der Modewelt zu stellen und zu beweisen, dass er mehr "als ein Strohfeuer" ist. Und wieder gelingt es ihm, seinen Ruf als Revolutionär der Mode gerecht zu werden: Mit seiner Mondrian-Kollektion aus dem Herbst 1965 erlangt er quasi über Nacht eine geradezu legendäre Berühmtheit.

Doch sein Privatleben gerät immer mehr aus den Fugen. Yves erfährt, dass Pierre – unsäglich eifersüchtig – aus Rache mit seiner Freundin Victoire geschlafen hat. Yves, tief verletzt und schäumend vor Wut, verstößt Victoire aus seinem Leben. Ein Wendepunkt in seinem Leben. Und er lernt kurze Zeit danach zwei junge, aufregend moderne Frauen kennen: Loulou de la Falaise (Laura Smet) und Betty Catroux (Marie de Villepin). Die beiden Frauen werden schnell zu seinen Vertrauten und Musen. Sie verschaffen ihm Zugang zur hippen Pariser Jeunesse d'orée, einer schönen, reichen Clique, die – dem Zeitgeist der späten sechziger Jahren entsprechend – allnächtlich durch die Clubs des linken Seine-Ufers zieht, im Rausch von Alkohol und Drogen. Pierre sieht dem orgiastischen Treiben mit gemischten Gefühlen zu. Er ahnt, dass Yves ihm entgleitet, und dass dieser dabei ist sich selbst zu zerstören. Eine leidenschaftliche Affäre bringt das Fass schließlich zum Überlaufen: Yves verliebt sich unsterblich in den Dandy Jacques de Bascher (Xavier Lafitte), der eigentlich Karl Lagerfelds (Nikolai Kinski) Liebhaber ist. Obwohl oder gerade weil er spürt, dass ihre gemeinsame Geschichte sich ihrem Ende nähert, macht Pierre dieser rasenden Liebesaffäre schnell ein Ende. Zu schmerzhaft ist es für Pierre dabei zuschauen zu müssen, wie Yves, nur noch von Schmarotzern umgeben, auf dem besten Wege ist, sich selbst zu zerstören. Yves, der nicht wahrhaben will, dass Pierre aus den besten Absichten heraus handelt, lässt es darauf ankommen. Es kommt zu einer Zerreißprobe. Yves riskiert, seinen Freund und Geschäftspartner für immer zu verlieren. 1976 wird für die beiden zu einem alles entscheidenden Schicksalsjahr...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 05.03.2014

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