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Jahrhundertfrauen - Plakat zum Film

JAHRHUNDERTFRAUEN

("20th Century Women")
(USA, 2016)

Regie: Mike Mills
Film-Länge: 118 Min.
 
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Blu-ray:  16.99 EUR
 


 Kino-Start:
 18.05.2017

 DVD/Blu-ray-Start:
 29.09.2017

"Jahrhundertfrauen" - Handlung und Infos zum Film:


Santa Barbara im Jahr 1979. Auf dem Parkplatz eines Supermarkts steht ein alter Ford Galaxy in Flammen. Mit diesem Wagen wurde Jamie Fields (Lucas Jade Zumann) vor 15 Jahren als Neugeborener vom Krankenhaus nach Hause gefahren. Seine Mutter Dorothea (Annette Bening) war damals 40 Jahre alt. Viele meinten, sie sei zu alt für ein Baby. Der Vater verließ die Familie 1974. Seither versucht Dorothea, einen Vaterersatz für Jamie zu finden.

Dorothea arbeitet als Zeichnerin in einem Architekturbüro. Alle ihre Kollegen sind Männer, doch sie will mit keinem ausgehen. Sie raucht Salem-Zigaretten, weil die gesünder sein sollen, trägt Birkenstock-Schuhe, weil sie bequem sind, sie liebt Hollywood-Klassiker mit Humphrey Bogart und studiert mit Jamie die Börsenkurse in der Zeitung. Dorothea wurde 1924 geboren. Als sie ein Teenager war, brach der Zweite Weltkrieg aus. Sie musste die Schule verlassen und wollte Pilotin werden. Doch der Krieg war zu Ende, bevor sie die Ausbildung abschloss.

Dorothea vermietet einzelne Zimmer in ihrem großen Haus in Santa Barbara. Die PunkFotografin Abbie (Greta Gerwig) wohnt dort, seit sie nach einer Krebsdiagnose aus New York geflohen ist. Auch William (Billy Crudup) nutzt ein Zimmer. Der Ex-Hippie renoviert das alte Holzhaus und kann Autos reparieren. Auch die 17-jährige Nachbarin Julie (Elle Fanning) verbringt viel Zeit im Haus der Fields. Die Tochter einer Psychologin stiehlt sich gern in Jamies Zimmer und in sein Bett. Beide verbindet eine platonische Freundschaft.

Bei einem gefährlichen Spiel mit seinen Skater-Freunden kommt Jamie fast ums Leben. Dorothea merkt, dass sie ihren Sohn und die Welt, in der er lebt, nicht mehr versteht. Sie bittet Abbie und Julie, Jamie zu helfen, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden. Abbie meint, nur ein Mann könne diese Aufgabe leisten, und schlägt William als bessere Option vor. Julie will lieber Jamies Freundin sein, aber nicht seine Ersatzmutter. Doch Dorothea duldet keinen Widerspruch. Sie bittet die beiden jungen Frauen, Jamie vorerst an ihrem Leben teilhaben lassen.

Jamie ist entsetzt, dass seine Mutter einmal mehr über seinen Kopf hinweg Entscheidungen für sein Leben trifft. Mit den Skater-Freunden bricht er für einen Tag nach Los Angeles aus und stürzt sich in die Punk-Clubs der Millionenstadt. Ausgelassen und angetrunken kehrt er am Ende einer langen Nacht in sein Zimmer zurück, wo Julie in seinem Bett liegt. Er will sie küssen und anfassen, doch Julie weicht zurück. Sie will ihre Freundschaft nicht durch beliebigen Sex gefährden, wie sie ihn mit anderen Jungs hat.

In derselben Nacht kommen sich Abbie und William näher. Abbie ist gehemmt, weil sie keinen Mann mehr hatte, seit sie sich von den Folgen ihres Gebärmutterhalskrebses erholt. Sie will die angespannte Atmosphäre durch ein Rollenspiel als Fotograf und Model lockern. Doch der wortkarge William ist mit der Situation überfordert. Er küsst Abbie und bittet sie um Verzeihung.

Jamie begleitet Abbie zum Arzt. Dieser hat eine gute und eine schlechte Nachricht: Abbie hat den Krebs besiegt, doch sie wird vermutlich niemals Kinder bekommen können. Derweil sorgt sich Julie, dass sie von einem ihrer wechselnden Liebhaber schwanger sein könnte. Jamie beschafft ihr im Drogeriemarkt einen Schwangerschaftstest, der in den USA gerade neu auf den Markt gekommen ist. Als er negativ ausfällt, ist Julie mehr als erleichtert.

Dorothea beschließt, die moderne Welt der jungen Leute kennenzulernen. Vielleicht gelingt es ihr ja dann, auch Jamie besser zu verstehen. Mit Abbie und William besucht sie einen Club und ist irritiert: Nicht nur, weil William sie unverhofft küsst, sondern auch, weil sie die Musik, den Tanz und die Mode der jungen Generation nicht begreifen kann. Während die Bilder, Farben und Rhythmen an ihr vorbeirauschen, sinniert Dorothea über die Zukunft: dass sie 1999 an Krebs sterben wird, dass der Punk bald enden und Präsident Ronald Reagan, Aids und HIV, das Internet und der Klimawandel kommen werden.

Abbie kommt betrunken nach Hause. Sie geht direkt in Jamies Zimmer und empfiehlt ihm, Santa Barbara zu verlassen, wenn er etwas aus seinem Leben machen möchte. Am nächsten Morgen versorgt sie ihn mit feministischer Literatur, die der Schüler mit großem Interesse aufsaugt. Sie nimmt Jamie auch mit in die Clubszene, kauft ihm Bier und bringt ihm bei, wie er auf intelligent-charmante Art Frauen verführen kann.

Dorothea geht Abbies Engagement zu weit. Denn Jamie nutzt seine Erkenntnisse aus den feministischen Büchern auch, um das Leben seiner Mutter zu hinterfragen. Und abendliche Tischgespräche drehen sich plötzlich um Tabuthemen wie Menstruation, vaginalen Orgasmus oder Julies frühe Entjungferung.

Jamie erklärt Julie, dass sie nicht mehr in seinem Bett schlafen darf. Sie ist traurig und schlägt vor, dass sie beide heimlich Dorotheas Wagen nehmen und zur Küste fahren könnten. Sie kaufen Wein und mieten ein Motelzimmer. Dort gesteht Jamie Julie endgültig seine Liebe. Doch sie bleibt dabei: Sie kann und will keinen Sex mit Jamie haben. Sie hat Angst, dass er nach der körperlichen Liebe nur noch einer von vielen Jungs in ihrem Leben sein wird und das Besondere an ihrer Beziehung verschwindet.

Jamie flieht aus dem Motel und macht sich mitten in der Nacht mit dem Skateboard auf den langen Weg nach Hause. Julie hat Angst um ihn und informiert Dorothea, die sich sofort mit William auf die Suche begibt. Es kommt zu einer längst überfälligen Aussprache zwischen Mutter und Sohn. Jamie respektiert zwar, dass Dorothea ihn glücklich sehen möchte, doch er bittet sie, sich fortan nicht mehr in sein Leben einzumischen. Erstmals öffnet sich nun auch Dorothea gegenüber ihrem Sohn: Manchmal sei sie einsam, sagt sie, aber in ihrem nächsten Leben werde sie vielleicht Humphrey Bogart heiraten. Den Einwand, dass Bogart tot ist, lässt sie nicht gelten. Es gehe ja um ihr nächstes Leben. Und da sei alles möglich...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 17.05.2017

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