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Zeit für Legenden - Plakat zum Film

ZEIT FüR LEGENDEN

("Race")
(F/D/CDN, 2016)

Regie: Stephen Hopkins
Film-Länge: 134 Min.
 
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 Kino-Start:
 28.07.2016

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.01.2017

 Pay-TV-Start:
 16.08.2017

"Zeit für Legenden" - Handlung und Infos zum Film:


Im Herbst 1933 bereitet sich der 20-jährige Jesse Owens (Stephan James) darauf vor, der elterlichen Wohnung in Cincinnati den Rücken zu kehren. Als erster seiner Familie wird er ein College besuchen – er hat sich die Ohio State University ausgesucht. Seine stolze Mutter schenkt ihrem Jungen eine selbst geschneiderte Anzugjacke. "Ein Mann muss der Welt stets zeigen, wofür er steht", sagt sie ihm zum Abschied. Bevor er in den Bus steigt, der ihn in sein neues Leben bringen wird, macht Jesse noch einen Zwischenstopp bei seiner Verlobten, mit der er bereits eine Tochter hat. Jesse hat Ruth Solomon (Shanice Banton) ewige Treue geschworen und hätte sie längst geheiratet, doch sie hatte ihn gebeten noch zu warten. Er versichert ihr noch einmal, dass er für sie sorgen wird, auch wenn das Geld denkbar knapp ist.

Jesse kommt genau zur rechten Zeit an die Ohio State. Er ist ein überaus begabter Kurzstreckenläufer – tatsächlich hat er mit 9,4 Sekunden bereits den bestehenden Weltrekord im 100-Meter-Lauf eingestellt. Aber noch fehlen ihm Konstanz und die nötige Technik. Er spürt, dass er noch mehr aus sich herausholen kann, wenn er von dem richtigen Mann trainiert wird. Dieser richtige Mann soll Larry Snyder (Jason Sudeikis) sein, selbst einst ein Wunderläufer, der zu seiner Zeit, bevor er sich verletzte und die Laufschuhe an den Nagel hängen musste, diverse Schulrekorde aufgestellt hatte und zu den amerikanischen Olympioniken 1924 zählte., Er hat immer noch schwer daran zu kauen, dass er es als Sportler nie richtig geschafft hat und bekämpft seinen Frust mit Hochprozentigem. Nun will er als Trainer endlich das schaffen, was ihm in seiner aktiven Zeit verwehrt blieb. Einzig der richtige Läufer fehlt ihm: Seit zwei Jahren ist die Uni ohne Sieg und die Schulleitung wird zusehends ungeduldiger.

Jesse hat es nicht leicht an der Ohio State. Wie auch die wenigen anderen schwarzen Studenten, muss er sich wiederholt rassistische Demütigungen und Schmähungen gefallen lassen. Besonders schlimm treiben es die Mitglieder der Football-Mannschaft, die hohes Ansehen genießen und bei ihren Aktionen stets von ihrem Coach gedeckt werden. Gleich beim ersten Training merkt Larry Snyder, dass dieser Jesse Owens ein Ausnahmetalent ist. Im Gespräch gibt er sich abweisend und streng, um seinen neuen Schützling zu testen. Jesse versichert ihm, dass er in seinem Leben gelernt hat hart zu arbeiten, und alles dafür tun wird, der beste Läufer zu werden. Dann, sagt Snyder, sollten sie keine Zeit verlieren, wenn sie es zu den Olympischen Spielen in Berlin schaffen wollen. Warum er denn an die Ohio State gekommen sei, fragt Snyder zum Abschluss. Weil es hier den besten Trainer geben soll, lautet Jesses Antwort.

So sicher ist es allerdings gar nicht, dass die USA an den Olympischen Spielen 1936 teilnehmen werden. Fassungslos verfolgt man mit, wie Hitler zielstrebig und rücksichtslos sein nationalsozialistisches System installiert und Deutschland zum Schreckensstaat umbaut. Im Olympischen Komitee der USA wogen leidenschaftliche Debatten, wie man dieser Bedrohung von noch nicht auszumalendem Ausmaß begegnen soll. Komitee-Vorstand Jeremiah Mahoney (William Hurt) spricht sich offen für einen Boykott aus: Man dürfe Hitler mit einer Teilnahme an den Spielen keine indirekte Legitimation für seine Taten und seine Politik erteilen.

Als Mahoneys mächtigster und eloquentester Kontrahent in der Sache erweist sich der Immobilienmogul Avery Brundage (Jeremy Irons): Er ist der Überzeugung, gerade durch ihre Teilnahme könnten die USA am effektivsten Kritik an den Nazis üben und sie mit bloßer Leistung demütigen. In der finalen Abstimmung fällt die Entscheidung für die Haltung von Brundage. Er ist es nun auch, der nach Berlin reisen soll, um Propagandaminister Joseph Goebbels (Barnaby Metschurat) klarzumachen, dass es die USA nicht akzeptieren würden, wenn schwarze und jüdische Sportler ausgeschlossen werden. Goebbels lässt sich nicht in die Karten blicken, willigt aber ein, um die Teilnahme der USA an den Spielen zu gewährleisten – ein Boykott der mächtigen Sportlernation hätte eine zu große negative Symbolkraft. Nazi-Deutschland möchte sich mit diesen Spielen kraftvoll der Welt präsentieren und die Filmemacherin Leni Riefenstahl (Carice van Houten) ist mit Feuereifer dabei, einen Dokumentarfilm vorzubereiten, wie es noch keinen in der Geschichte des Kinos gab.

Jesse Owens eilt einstweilen in seiner Heimat von Triumph zu Triumph. Am 25. Mai 1935 tritt er in Ann Arbor bei der Big Ten Conference zunächst zum 100-Yard-Lauf an: Nicht nur ist er siegreich, er stellt auch nach Messung von Larry Snyder einen neuen Weltrekord mit 9,3 Sekunden auf. Offiziell werden allerdings 9,4 Sekunden gemessen – offensichtlich ein rassistisch motivierter Affront, der Snyder vor Wut explodieren lässt. Jesse indes bleibt cool und kontert auf dem Sportplatz: Nur zehn Minuten später stellt er beim Weitsprung mit 8,13 Meter einen neuen Weltrekord auf, der 25 Jahre Bestand haben sollte. Wieder 20 Minuten später holt er sich bei der Strecke über 220 Yards mit 20,3 Sekunden den nächsten Weltrekord. Und wieder 15 Minuten später, stellt er beim 220-Yard-Hürdenlauf mit 22,6 Sekunden noch einen Weltrekord auf. Die Fachwelt ist elektrisiert, die Zeitungen verschweigen den Triumph.

Und doch: Mit seinem ersten Auftritt einen Monat später im Coliseum im Los Angeles, ändert sich die Stimmung. Immer noch gibt es feindselige Rassisten im Publikum, aber erstmals wird Owens auch gefeiert. Die Menschen wollen Autogramme. Abends im Nachtclub stellt er fest, dass sein neuer Ruhm noch andere Annehmlichkeiten mit sich bringt: Die bildschöne Quincella (Chantel Riley) drängt sich ihm regelrecht auf und Jesse kann der Versuchung nicht widerstehen. Fernab von zu Hause und seiner Verlobten, wird sie Jesses Geliebte. Als schließlich Fotos von den beiden in den Zeitungen auftauchen, macht die erschütterte Ruth Schluss mit Jesse. Mit einem Schlag wird ihm bewusst, was ihm wirklich wichtig im Leben ist. Umgehend reist er nach Lincoln, wo ihm Ruth zunächst die kalte Schulter zeigt. Doch Jesse lässt nicht locker – und kehrt erst zum Training zurück, als Ruth seine Frau geworden ist.

Auf dem Weg nach Berlin gibt es jedoch noch weitere Hürden zunehmen. Zwar bestätigt das Olympische Komitee im Dezember 1935 bei einer Abstimmung die Teilnahme der USA, doch nun wendet sich die NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) direkt an Jesse und fordert ihn auf, die Spiele in einem Land, in dem Schwarze als Untermenschen angesehen werden, zu boykottieren. Lange hadert er mit sich, doch dann steht seine Entscheidung fest: Er wird antreten! Denn ungeachtet aller Härten, mit denen er konfrontiert wird, ist die Rennstrecke der eine Ort auf der Welt, an dem er sich frei fühlt. Hier entscheidet er – und er allein – über sein Schicksal. Und das will er sich nicht nehmen lassen. Als er schließlich im Sommer 1936 das Berliner Olympiastadion zum ersten Mal betritt, weiß er, dass sein Moment gekommen ist...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 26.06.2016

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