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Marie Curie - Plakat zum Film

MARIE CURIE

(P/D/F, 2016)

Regie: Marie Noelle
Film-Länge: 100 Min.
 
"Marie Curie" auf DVD bestellen
DVD:  19.65 EUR
  


 Kino-Start:
 01.12.2016

 DVD/Blu-ray-Start:
 19.05.2017

"Marie Curie" - Handlung und Infos zum Film:


Dezember 1904: Die hochschwangere Wissenschaftlerin Marie Curie (Karolina Gruszka) arbeitet in ihrem Forschungslabor gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre (Charles Berling) und ihrem Mitarbeiter André Debierne (Malik Zidi), als bei ihr die Wehen einsetzen. Mit 37 Jahren bringt sie ihre zweite Tochter Ève zur Welt.

Ein Jahr zuvor hatte die Schwedische Akademie der Wissenschaften dem Ehepaar für die Entdeckung der Radioaktivität den Nobelpreis für Physik verliehen. Ihre beruflichen Verpflichtungen hatten die Curies allerdings davon abgehalten, die Auszeichnung entgegenzunehmen. Im Juni 1905 holen die beiden das nach: Sie reisen nach Stockholm, und Pierre hält den vorgeschriebenen Nobelvortrag. Anstatt sich von einem Wagen der Königlichen Akademie von ihrem Hotel zu der Veranstaltung kutschieren zu lassen, geht das Ehepaar lieber zu Fuß.

Nach ihrer Rückreise aus Stockholm werden Marie und Pierre am Bahnhof von Sceaux, zehn Kilometer südlich von Paris, von vier ihnen nahe stehenden Menschen empfangen: von ihrer siebenjährigen Tochter Irène, Pierres Vater Eugène Curie (Andre Wilms), ihrem Mitarbeiter André Debierne und Paul Langevin (Ariel Worthalter), einem befreundeten Physiker und langjährigen Weggefährten der Familie Curie. Aber auch die französische Presse scheint die Ankunft des berühmten Wissenschaftlerpaares erwartet zu haben: Einer der Journalisten, der den Curies vor deren Haus auflauert, ist Gustave Téry (Samuel Finzi), Herausgeber der Boulevardzeitschrift „L’Œuvre".

Mit Hochdruck arbeiten Marie und Pierre daran, ihre Radium-Krebstherapie weiterzuentwickeln. Doch nach wie vor befindet sich ihr Labor in einem zugigen Schuppen, der einst als Sezierraum diente. Eugène Curie schlägt seinem Sohn vor, ein Patent anzumelden, um das Geld für ein anständiges Labor zusammenzubekommen. Pierre protestiert: "Wir sind doch Forscher, keine Profiteure!"

Am 19. April 1906 verliert Marie ihren geliebten Lebenspartner und wissenschaftlichen Mitstreiter durch einen tragischen Unfall: In der Rue Dauphine in Paris wird er von einem Lastfuhrwerk überfahren und stirbt noch am Unfallort. Trotz ihrer Trauer führt sie ihre gemeinsame Arbeit fort. Ihre Gedanken teilt sie Pierre in einem Tagebuch mit, das sie für ihn führt. Ihr Schwiegervater Eugène ist eine große Stütze für sie und ihre beiden Töchter. Marie stürzt sich wieder in ihre Forschung – mit dem Ziel, Tausende von Krebskranken zu retten.

Die naturwissenschaftliche Fakultät der Universität schreibt Pierres Lehrstuhl für allgemeine Physik neu aus und entscheidet sich schließlich dafür, Marie Curie die Kursverantwortung zu übertragen. Sie ist die erste Frau, die an der Sorbonne lehrt: Unter großer öffentlicher Anteilnahme hält sie am 5. November 1906 ihre Antrittsvorlesung.

Mit befreundeten Wissenschaftlern, darunter auch Paul Langevin, gründet sie zudem an der Sorbonne eine Schul-Kooperative, in der die Mitglieder ihre Kinder selbst unterrichten. Sie fordert eine neue Form der Bildung: Anstatt theoretische Fakten auswendig zu lernen, sollen die Kinder selbst Experimente durchführen. Auch an der Uni versucht Marie Curie, ihren Studenten Abenteuerlust, Neugierde und die Freiheit des Geistes zu vermitteln.

In ihrem Labor gelingt es ihr endlich, das von ihr entdeckte chemische Element Radium zu isolieren – ein wissenschaftlicher Durchbruch, von dem sie sogleich Paul Langevin erzählt. Er überredet sie dazu, als einzige Frau an einer Konferenz teilzunehmen, zu der der belgische Unternehmer Ernest Solvay die bedeutendsten Physiker der Welt eingeladen hat, unter anderem auch Albert Einstein. Im Rahmen der Tagung diskutiert Einstein angeregt mit Marie – und schwärmt, sie sei die intelligenteste Frau, der er je begegnet sei.

In Paris bemüht sich Marie Curie darum, als erste Frau in die Académie des sciences aufgenommen zu werden. Sie möchte ein Radium-Institut gründen, in dem Forscher und Ärzte Hand in Hand arbeiten. Vergeblich versucht sie, ihren Physiker-Kollegen Émile Amagat (Daniel Olbrychski) auf ihre Seite zu ziehen: In der entscheidenden Akademiesitzung spricht sich Amagat vehement gegen Marie aus, die daraufhin bei der Abstimmung knapp gegen Edouard Branly verliert.

Im Lauf der Zeit kommen sich Marie Curie und Paul Langevin immer näher. Marie träumt davon, alles mit ihm zu teilen, ihre Forschung und ihren Alltag, doch Paul ist gefangen in einer unglücklichen Ehe mit der streitsüchtigen Jeanne (Marie Denarnaud), mit der er vier Kinder hat. Jeanne wirft Paul vor, eine gut dotierte Berater-Stelle abgelehnt zu haben, obwohl sein karges Salär kaum ausreiche, sechs Mäuler zu stopfen. Paul, ein ähnlicher Idealist wie Marie, entgegnet seiner Gattin entrüstet, er sei Forscher und kein Lakai der Industrie.

Schließlich lassen sich Marie und Paul auf eine leidenschaftliche Liebesbeziehung ein. Ihr Refugium ist eine kleine Zweitwohnung, die Paul angemietet hat. Doch Jeanne bekommt Wind von der Liaison – sie fängt Marie eines Tages auf der Straße ab, stellt sie zur Rede und bedroht sie mit einem Messer. Rasend vor Eifersucht, erzählt sie Gustave Téry von der Affäre ihres Mannes. Als der Journalist handfeste Beweise von ihr verlangt, engagiert Jeanne einen Einbrecher, der die Liebesbriefe von Marie und Paul aus der Wohnung entwendet.

Im November 1911 bekommt Marie Curie Besuch von August Gyldenstolpe (Sabin Tambrea), dem Botschafter Schwedens in Frankreich: Er teilt ihr die Entscheidung der Schwedischen Akademie der Wissenschaften mit, ihr den Nobelpreis für Chemie zu verleihen. Sie wäre damit der erste Mensch, dem zwei Nobelpreise zuerkannt wurden, noch dazu in zwei verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

Doch im selben Monat wird ihre Affäre mit Paul publik – und von der französischen Presse zu einem riesigen Skandal aufgebauscht. Reporter und Fotografen belagern ihr Haus; Marie wird beschimpft als Ehebrecherin, als polnische Hure, die eine französische Familie zerstöre, und als Jüdin, obwohl sie katholisch ist. Gustave Téry veröffentlicht in "L’Œuvre" einen zehnseitigen Auszug aus den Briefen, die Jeanne Langevin ihm zugespielt hat – unter der Überschrift: "Romanze im Labor: Die Liebesbriefe der Madame Curie. Betrogene Ehefrau und ihre vier Kinder in Tränen." Paul Langevin fordert Téry daraufhin zum Duell, bei dem allerdings kein Schuss fällt. Stattdessen ruft Téry theatralisch: "Ich weigere mich, Frankreich eines seiner klügsten Köpfe zu berauben!"

Angesichts des Skandals, den die sogenannte "Langevin-Affäre" ausgelöst hat, bedrängt Gyldenstolpe Marie Curie, auf die Annahme des Nobelpreises zu verzichten. Sie weist das Ansinnen jedoch mit Bestimmtheit zurück: "Würde man alle männlichen Kollegen ausladen, die eine Affäre haben, dann käme kaum eine Nobelpreisverleihung überhaupt zustande!" So reist Marie Curie ein zweites Mal nach Stockholm, um einen Nobelpreis entgegenzunehmen...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 24.11.2016

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