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Kleine Ziege, sturer Bock - Plakat zum Film

KLEINE ZIEGE, STURER BOCK

(D, 2015)

Regie: Johannes Fabrick
Film-Länge: 95 Min.
 
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Blu-ray:  12.97 EUR
 


 Kino-Start:
 15.10.2015

 DVD/Blu-ray-Start:
 24.03.2016

 Pay-TV-Start:
 29.08.2016

 Free-TV-Start:
 21.04.2017

"Kleine Ziege, sturer Bock" - Handlung und Infos zum Film:


Elvis lebt! Und er rockt noch immer und entzückt die Damenwelt. Was für die einen die rockigen Klänge, sind für die anderen ein Streichorchester. Die einen feiern Elvis, die anderen umjubeln eine junge Cellistin. Beide genießen sie ihren Ruhm. Der eine ist Jakob (Wotan Wilke Möhring), Ende dreißig und auf dem Zenith seiner Karriere als Elvis-Imitator angekommen. Immerhin hat er es bis ins Altersheim geschafft, wo die alten Damen um Autogramme bitten und die jungen Pflegerinnen Groupie spielen. Wer kann schon dem Charme und Hüftschwung des King of Rock´n´Roll widerstehen? Die andere ist Mai (Sofia Bolotina), 12 Jahre, virtuos am Cello und verdammt ehrgeizig. Sie hingegen verzückt mehr durch ihr Talent am Cello und ihre braunen Bambiaugen. Ganz zum Wohlgefallen ihrer alleinerziehenden Mutter, dem weltweit gefeierten Opernstar Julia Delamare (Julia Koschitz).

Doch jeder Erfolg birgt auch seine Schattenseiten, denn Jakob ist einsam. Keine Freunde, keine Frau, keine eigene Familie. Hin und wieder eine Affäre. Alles ganz nett, doch ist es das wert? Auch Mai fühlt sich einsam, denn ihre Mutter hat keine Lust mehr alleine zu sein und gesteht ihrer Tochter bei einem gemeinsamen Abendessen, dass sie mit ihrem neuen Freund Marc und dessen beiden Söhnen zusammenziehen wird. Für Mai eine Katastrophe! Seit ihrer Geburt haben sie zu zweit gelebt und sind sehr gut zurechtgekommen. Nicht einzusehen, dass sie ab sofort nicht nur die Villa im noblen München, sondern auch noch ihre Mutter teilen soll. Wenn der Neueinzug wenigstens ihr leiblicher Vater wäre, aber dieser dahergelaufene Spießer kommt Mai gar nicht erst ins Haus. Sie setzt ihrer Mutter die Pistole auf die Brust: entweder Marc oder sie!

Als Julia nicht auf den Erpressungsversuch ihrer Tochter eingeht, packt Mai kurzerhand ihre Koffer und bittet Julia ihren unbekannten Vater anzurufen. Sie will bei ihm leben. Zumindest so lange, bis ihre Mutter wieder zur Vernunft gekommen ist. Selbst Julias Drohung, dass ihr Vater möglicherweise ein armer Schlucker sein könnte, der von Sozialhilfe lebt, kann Mai nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Sie ahnt ja nicht, wie recht ihre Mutter damit haben wird. Jakob sitzt unterdessen auf dem Arbeitsamt – die Miete muss schließlich bezahlt werden. Der Job als Kurierfahrer klingt auch gar nicht so übel. Die Schrottkarre, die Jakob beim Transportunternehmen ausgehändigt bekommt, reißt ihn zwar nicht zu Begeisterungsstürmen hin, doch der Job klingt nach leicht verdientem Geld.

Julias Anruf bei Jakob trifft ihn wie ein Schlag. Eine Tochter? Er ist seit zwölf Jahren Vater einer Tochter? So richtig kann er sich noch nicht einmal an Julia erinnern. Wer war nochmal Julia? Und nun will ihn seine unbekannte Tochter auch noch kennenlernen? Sofort?! Jakob ist überfordert, kann nur schnell erwidern, dass ein Besuch von Mai gerade sehr ungelegen kommt, er einen Job als Kurierfahrer hat, doch Julia legt einfach auf. Dem anfänglichen Unglauben weicht jedoch große Freude. Doch als er Mai am Hamburger Flughafen glückstrahlend empfängt, holt ihn die zickige Art des Mädchens schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Enttäuscht von Jakobs Erscheinung lässt Mai die Diva raushängen. So hat sie sich ihren Vater nun wirklich nicht vorgestellt! Jakob kann kaum glauben, dass dieses kleine Biest wirklich seine Tochter sein soll. Dennoch kann er sie unmöglich wieder zurückschicken. Blut ist schließlich dicker als Wasser und die beiden werden sich schon noch an einander gewöhnen. So eine gemeinsame Reise schweißt ja auch irgendwie zusammen.

Als Mai erfährt, dass sie mit ihrem abgerockten Erzeuger und einem stinkenden Bock bis nach Norwegen fahren soll, ergreift sie die Flucht. Mit viel Überredungskunst gelingt es Jakob sie davon abzuhalten wieder nach Hause zu trampen. Mai fügt sich, wenn auch widerwillig, ihrem Schicksal. Was soll sie auch tun? Zurück zu ihrer Mutter? Kommt nicht in die Tüte. Jakob bemüht sich nach allen Kräften, Zugang zu seiner Tochter zu finden. Doch was er auch tut, der feinen Dame scheint es nicht recht zu sein. Egal ob es das Essen ist, das er ihr bringt, oder die Musik, die sie im Auto hören. Das aufmüpfige Kind an seiner Seite hat noch nicht einmal einen Sinn für den großen Elvis. Dafür gefällt es dem störrischen Vieh auf der Ladefläche umso mehr. Während das Gezeter von Mai nicht verstummen will, bringt Elvis Stimme aus dem CD-Player immerhin das notorisch blökende Tier sofort zur Ruhe. Erst als Jakob Mai fragt, wie lange sie eigentlich bei ihm bleiben möchte und ob sie denn keine Freunde hat, bemerkt er, dass Mai genauso einsam ist wie er selbst.

So sehr Jakob Mais zickige Art nervt, erinnert sie ihn auch an seine gemeinsame Zeit mit Julia. In den zwei Monaten, damals vor 12 Jahren, als sie zusammen waren, sind sie auch ständig aneinander eraten. Als Jakob Mai von dieser Zeit erzählt, wirkt sie überrascht. Zwei Monate? Sie hatte bisher angenommen, sie sei das Ergebnis eines One-Night-Stands. Sie versucht, sich ihre Verwunderung darüber nicht anmerken zu lassen und gibt ihrem Vater, der nostalgisch in Erinnerungen schwelgt, rüde zu verstehen, dass ihre Mutter nie von ihm gesprochen hat. Hat er sowieso nicht anders verdient, schließlich zeigt er bei ihrer ersten Station in Dänemark auch viel zu reges Interesse an der Bedienung im Motel, mit der er hemmungslos flirtet. Ihr Vater ist nicht nur ein Verlierertyp, sondern auch noch ein Weiberheld, der nichts anbrennen lässt.

Wutentbrannt verlässt Mai den Gastraum und geht auf ihr Zimmer. Dabei bemerkt sie nicht, wie sehr sich ihr Vater bereits in ihr Herz geschlichen hat. Doch Jakob ist dies nicht entgangen und weiß Mais Verhalten als Eifersucht zu deuten. So wie sie auch auf den neuen Freund ihrer Mutter eifersüchtig ist, der sich einfach in ihr Leben gedrängt hat. Um Mai das Gefühl der Einsamkeit zu nehmen, gesteht er ihr, dass er, anders als sein Vater, ein guter Papa für sie sein möchte. Doch schon am nächsten Morgen zickt Mai wie gewohnt. Noch immer stinkig auf Jakob und vor allem ihre Mutter, die ihren neuen Liebhaber samt seiner Blagen nicht vor die Tür gesetzt hat.

Jakob unternimmt einen letzten Versuch die harte Schale seiner Tochter zu knacken und überredet sie zu einer Badepause am See. Als Mai sich auf dem Bootssteg einen Holzsplitter eintritt und Jakob ihr dabei helfen will, diesen zu entfernen, brüllt sie noch bevor Jakob mit der Pinzette an ihren Fuß berührt. Von nun an hat er die Faxen dicke! Das ständige Genöle und Gezicke ist einfach genug. Restlos verärgert läuft er zurück zum Auto, Mai springt beleidigt in den See. An eine Annäherung ist nicht mehr zu denken. Als plötzlich ein lauter Schrei ertönt und sich Jakob noch einmal zum See dreht, sieht er eine wild um sich zappelnde immer wieder auf- und abtauchende Mai. Schnell rennt er zurück zum Wasser, um sie aus dem Wasser zu ziehen. In letzter Sekunde kann er sich mit ihr ans Ufer retten. Für Jakob steht dennoch weiterhin fest: Mai muss zurück zu ihrer Mutter. Und das so schnell wie möglich. Für Mai hingegen war der Unfall ein heilsamer Schock, sie scheint auf einmal wie ausgewechselt. Mai erkennt nicht nur, wie sehr sie sich von ihrer Mutter verletzt fühlt, sondern auch, dass sie Jakob Unrecht getan, ihm keine Chance gelassen und ihm die Schuld für alles gegeben hat. Streng genommen macht er es schließlich ganz gut – das mit dem Vater sein.

Doch schon bald steht Jakob als frisch gewordener Papa vor einer neuen Herausforderung: Bei einer Rastpause entdeckt Mai Blut. Etwas unbeholfen stellt Jakob fest, dass Mai zum ersten Mal ihre Tage bekommen hat. Doch beherzt besorgt er rasch sämtliche Hygieneartikel, die er im Tankstellenshop auftreiben kann. Mai nutzt ihre plötzlich einsetzende Menstruation, um ihrer Mutter einen Schrecken einzujagen. Zusammenhangslos textet sie ihr nur kurz, dass sie fast ertrunken sei und blutet. Aufgeschreckt von der Nachricht versucht Julia sofort Mai und auch Jakob zu erreichen. Doch der Handyempfang in den Tälern Norwegens ist schlecht und Julia versteht nichts von den abgehackten Botschaften Jakobs. Mai bereut schon jetzt die Nachricht an ihre Mutter, ist aber zu feige Jakob alles zu beichten.

Als den dreien mitten in der Einöde Norwegens der Sprit ausgeht, taucht überraschend eine panische Julia auf, die sich umgehend nach Mais apokalyptischer Nachricht in den nächsten Flieger gesetzt hat – krank vor Sorge um ihr kleines Mädchen. Julia will Mai sofort wieder mitnehmen, ist es leid, sich von ihrer Tochter weiterhin unter Druck setzen und auf der Nase rumtanzen zu lassen. Doch Mai und Jakob sind inzwischen ein fest zusammengewachsenes Team. Gemeinsam wollen sie die Reise bis zum Ende fortsetzen. Julia muss erkennen, dass aus dem Chaoten von vor 12 Jahren ein verantwortungsvoller Mensch geworden ist und stimmt dem Wunsch der beiden zu. Dass Jakob und Mai dann auch noch auf den letzten Metern ihrer Reise der Bock ausbüchst, kann die frisch gewachsene Vater-Tochter-Beziehung nun auch nicht mehr erschüttern. Mit vereinten Kräften und Jakobs Elvis-Gesang bringen sie den Bock ans Ziel – klar, dass der bislang namenlose Begleiter von nun an seinen Namen weg hat: Elvis...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 24.09.2015

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