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Gripsholm - Plakat zum Film

GRIPSHOLM

(D/A/CH, 2000)

Regie: Xavier Koller
Film-Länge: 100 Min.
 
"Gripsholm" auf DVD bestellen
DVD:  39.99 EUR
  


 Kino-Start:
 16.11.2000

 DVD/Blu-ray-Start:
 18.09.2001

 Free-TV-Start:
 03.10.2003

"Gripsholm" - Handlung und Infos zum Film:


Berlin, 1932: Der bekannte Berliner Journalist, Schriftsteller und Chansontexter Kurt Tucholsky (Ulrich Noethen) bekommt von seinem Verleger (Rudolf Wessely) vor seinem Urlaub den Auftrag eine "Sommergeschichte" zu schreiben. Der will ihn damit auch etwas aus der Schusslinie nehmen, hat Tucholsky sich doch in letzter Zeit vorwiegend politisch engagiert un d in Kürze steht ein neuer Prozess wegen seines "Soldaten sind Mörder"-Artikels ins Haus. Auf Gegenliebe stößt dies beim Autor allerdings kaum - hat er doch den glauben an die wahre Liebe scheinbar längst verloren.

Tucholsky, der mit seiner Freundin Lydia (Heike Makatsch), die er liebevoll "Prinzessin" nennt, Richtung Schweden reist, hat seine Schreibmaschine zwar im Gepäck, aber ans Schreiben mag er gar nicht denken. Zuviel ist in letzter Zeit geschehen, zuviel hat sich geändert. In Deutschland und in seinem geliebten Berlin. Davon ist in dem entzückenden schwedischen Schloss Gripsholm, wo Kurt und Lydia ihr Feriendomizil aufschlagen, jedoch anfangs nichts zu spüren. Das verliebte Paar genießt den Sommer - Berlin ist weit und doch stets in Kurts Gedanken präsent. Er quält sich mit der Frage, ob er nach dem Urlaub nach Deutschland zurück kehren soll oder nicht. Und, was aus ihm und seiner "Prinzessin" wird.

Da landet Kurts Freund Karlchen (Marcus Thomas) mit seinem Flugzeug auf der Wiese hinter Schloss Gripsholm, einen Stapel Berliner Zeitungen und eine Kiste Champagner an Bord. Für die Prinzessin ist es eine große Überraschung, dass ihr Kurt ein ebenso begeisterter Pilot wie Karlchen ist - und ein ebenso fähiger, der ihr gleich seine Flugkunst demonstriert. Die Prinzessin erkennt, dass sie Kurt nicht halb so gut kennt, wie sie dachte. Und mehr noch: dass er nicht halb so offen zu ihr ist, wie sie dachte. Ein erster, noch sanfter Schatten fällt über ihr unbeschwertes Sommerglück....

Auch die Nachrichten, die Karlchen aus der Heimat bringt, gefährden die beschwingte "Sommerfrische": Es gibt in Berlin schwarze Listen, auf denen Kurts Name ganz oben steht. Wegen seiner Formulierung "Soldaten sind Mörder" soll ihm der Prozess gemacht werden. Der einst gefeierte Texter gilt als Nestbeschmutzer. Es gelingt Kurt, diese Nachrichten weitgehend vor Lydia geheim zu halten. Ebenso wie seinen Kummer über die Einstellung seines alten Freundes Karlchen, der blauäugig an ein neues nationales Deutschland glaubt. Die beiden Männer versuchen zwar, einander wieder nahe zu kommen, doch die Kluft zwischen dem pessimistischen und weitsichtigen Kurt und dem resoluten, naiven Karlchen lässt sich kaum noch überbrücken...

Szenen aus Tucholskys Leben werden hier mit Motiven aus seinem Roman "Schloß Gripsholm" verwoben - so geschickt, dass der Zuschauer den Unterschied gar nicht merkt. Heraus kommt ein spannender und sehr emotionaler Film, dem man gebannt bis zur letzten Minute folgt - und mit dem Heike Makatsch einmal mehr beweist, dass sie sich vom "VIVA-Girl" zur ernstzunehmenden Schauspielerin gewandelt hat; immerhin kann sie hier neben einem exzellenten Ulrich Noethen bestehen ...


Die Redaktions-Wertung:80 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 16.11.2003

Kommentare zum Film:



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