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Elefantenherz - Plakat zum Film

ELEFANTENHERZ

(D, 2002)

Regie: Züli Aladag
Film-Länge: 100 Min.
 
"Elefantenherz" auf DVD bestellen
DVD:  10.01 EUR
  


 Kino-Start:
 10.04.2003

 DVD/Blu-ray-Start:
 13.05.2004

 Free-TV-Start:
 14.07.2005

"Elefantenherz" - Handlung und Infos zum Film:


Marko Stemper (Daniel Brühl) lebt das triste Leben vieler Vorstadtkids in der Hochhaussiedlung am Rande Duisburgs. Sein Vater Axel (Jochen Nickel) ist arbeitslos, die Familie lebt von Sozialhilfe. Regelmäßig ertränkt der Vater seinen Frust im Alkohol, tyrannisiert Mutter und Tochter. Für seinen Sohn hat er wenig übrig. Marko hat die Schule abgebrochen und verdient sich sein Geld als Fensterputzer. Seine Leidenschaft ist das Boxen. Im deutsch-türkischen Amateurverein S.C. Hochheide ist der 19-jährige der heimliche Star. Fast alle Kämpfe hat er gewonnen, doch weniger durch brillante Technik, als durch eine ungemeine Wut. Wenn er vom Gegner zu viele Schläge einsteckt, bricht aus ihm ein gewaltiger Zorn hervor, mit dem er jeden im Ring k.o. schlägt.

Sein Trainer Ali (Ali Cakir) versucht ihm klarzumachen, dass ein guter Sportler seine Gefühle beherrschen muss, denn die Wut macht ihn blind für die eigenen Schwächen. Marko weiß, dass sein Boxstil pures Zusammenschlagen ist, doch ihm gelingt es nicht, seinen Zorn zu beherrschen. Sein bester Kumpel und Sparringspartner ist Bülent (Erhan Emre). Gemeinsam träumen sie von einer Profikarriere, wollen raus aus der sozialen Trostlosigkeit, die sie umgibt. Eines Tages erscheint Gerd Hermsbach (Manfred Zapatka) im Verein. Er ist ein dubioser Geschäftemacher aus der Duisburger Halbwelt mit eigenem Trainingscenter. Sein Interesse gilt Marko. Nach einem Kampf bietet er ihm an, ihn auf eine Profikarriere vorzubereiten. Marko fühlt sich geschmeichelt, winkt jedoch ab. Zu sehr fühlt er sich seinem Freund und dem Boxverein verbunden.

So aggressiv er im Ring ist, so verantwortungsbewusst ist er seiner Familie gegenüber. Die Trunksucht des Vaters ist eine tickende Zeitbombe. Mal versucht er einen halbherzigen Selbstmord, mal schlägt er im Suff seine Frau. Marko ist immer zur Stelle, um die zerrüttete Familie zu retten. Eines Tages verpasst Axel Stemper seinem Sohn mehrere Ohrfeigen und demütigt ihn grundlos. Für Marko der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Eine schnelle Profikarriere sieht er als einzige Chance, der familiären Hölle zu entkommen. Er geht auf Hermsbachs Angebot ein und wechselt in dessen Boxclub. Der zeigt sich überaus großzügig, gibt ihm Geld fürs Leben, beschafft ihm eine Wohnung und trainiert seinen Sprössling höchstpersönlich. Doch er stellt auch Bedingungen: tägliches Training und Konzentration auf das Ziel ohne Rücksicht auf Familie oder Freunde. Marko ist angetan: endlich jemand, der sich um ihn kümmert, der an ihn glaubt und der ihm eine Möglichkeit bietet, sein Ziel zu erreichen. Sein vertrautes Umfeld reagiert ablehnend. Der frühere Trainer warnt ihn, dass es noch zu früh sei. Bülent dagegen ist tief enttäuscht. Er fühlt ihre Freundschaft verraten, schließlich wollten sie gemeinsam Karriere machen. Und auch Markos Mutter (Angelika Bartsch) ist verunsichert. Sie kennt Hermsbach seit mehr als 20 Jahren und weiß von seinen halbseidenen Geschäften...

Eine ganze Weile war "Elefantenherz" schon abgedreht und drohte in den Regalen des Filmverleihs zu verstauben. Ausgerechnet kurz nachdem Daniel Brühl mit "Good Bye, Lenin!" einen Überraschungs-Erfolg hatte, wurde er hervorgeholt und schnell veröffentlicht – das lässt normalerweise schlimmes ahnen… Zum Glück bestätigt das Ergebnis alle diese Befürchtungen nicht: "Elefantenherz" kann sich wirklich sehen lassen. Mit Manfred Zapatka und Daniel Brühl glänzt der Film mit zwei Hauptdarstellern, die die Zuschauer bald in ihren Bann ziehen. Aber auch Jochen Nickel und Angelika Bartsch als Markos Eltern wirken rundum glaubwürdig. Hinzu kommt ein Drehbuch, das zwar reichlich problembeladen ist, aber den Zuschauer mit selbigen nicht erschlägt. Einen Bericht über die Premiere gibt es [hier +].


Die Redaktions-Wertung:70 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 03.04.2015

Kommentare zum Film:



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