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Der Auftragslover - Plakat zum Film

DER AUFTRAGSLOVER

("L'arnacoeur")
(F, 2010)

Regie: Pascal Chaumeil
Film-Länge: 105 Min.
 
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 Kino-Start:
 06.01.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 03.06.2011

 Free-TV-Start:
 25.05.2013

"Der Auftragslover" - Handlung und Infos zum Film:


Zu behaupten, dass Alex (Romain Duris) ein echter Frauenheld ist, wäre nicht falsch. Aber auch nicht ganz richtig. Zwar lässt sich nicht von der Hand weisen, dass er es mit seinen jungen Jahren bereits auf mehr Eroberungen gebracht hat, als die meisten Männer in einem ganzen Leben. Und dass für jeden Geschmack etwas dabei war – junge Frauen und ältere, kleine Französinnen und zurückhaltende Asiatinnen, Schönheiten und weniger hübsche Bräute. Doch im Grunde spielte es keine Rolle. Denn Alex meinte es nie ernst. Schließlich tat er nur seinen Job. Von Beruf ist der Mittdreißiger nämlich: Auftragslover.

Einer, der zusammen mit seiner Schwester Mélanie (Julie Ferrier) und deren Mann Marc (Francois Damiens) eine leicht dubiose Firma betreibt, die – etwa im Auftrag besorgter Eltern – Paare entzweit und den Frauen die Augen dafür öffnet, dass ihr Freund/Verlobter/Gatte nie und nimmer der richtige Mann fürs Leben ist. Einen Misserfolg musste das Auftragslover-Trio in seiner bisherigen Geschäftsbilanz übrigens noch nicht verzeichnen. Nach der jüngsten, mal wieder erfolgreich verlaufenen Mission, die sie bis in die marokkanische Wüste führte, reisen Alex (der Auftragslover), Mélanie (kümmert sich vor allem ums Organisatorische und die Finanzen) und Marc (in erster Linie zuständig für technische Belange) zufrieden, wenn auch leicht erschöpft nach Paris zurück. Doch zum Luft holen bleibt keine Zeit. Denn schon erwartet sie der nächste Auftrag.

Blumengroßhändler Van der Beck (Jacques Frantz) will verhindern lassen, dass seine Tochter Juliette (Vanessa Paradis) einen Fehler begeht. Theoretisch kein Problem für das erfahrene Herzensbrecher-Trio. Praktisch hat die Sache diesmal aber einen Haken. Denn Juliette ist ihrem Vater zufolge bis über beide Ohren in ihren gutaussehenden, schwerreichen, britischen Verlobten Jonathan (Andrew Lincoln) verliebt. Weshalb er die beiden denn dann auseinander bringen wolle, möchte Alex wissen. Er habe seine Gründe, erwidert Van der Beck geheimnisvoll.

Nun hat es sich die "Firma" ehrenwerterweise zur Devise gemacht, Paare niemals aus ethnischen oder religiösen Gründen zu entzweien und auch nur dann einen Fall zu übernehmen, wenn die Frau in ihrer Beziehung kreuzunglücklich ist. Da dies offenbar nicht zutrifft, lehnt Alex ab. Dumm nur, dass er einigen dubiosen Herrschaften sehr viel Geld schuldet. Und als diese ihm mit einem serbischen Schläger und dessen schlagkräftigen Argumenten drohen, beschließt Alex, bei Juliette eine Ausnahme zu machen: er nimmt den Job zähneknirschend an. Tröstlich immerhin, dass nach erfolgreichem Abschluss der Mission 50.000 Euro winken!

Wobei – das mit dem Erfolg könnte sich diesmal schwieriger gestalten als sonst. Alex muss Juliette nämlich rechtzeitig vor der geplanten Hochzeit mit Jonathan auf andere Gedanken bringen. Und die findet bereits in einer Woche im Fürstentum Monaco statt! In Windeseile entwerfen Alex, Mélanie und Marc einen Schlachtplan, der vorsieht, dass Alex sich als Bodyguard im Dienste ihres Vaters ausgeben soll. Mit geheimdienstlichen Methoden, die eines James Bond würdig sind, finden die drei heraus, wo Juliettes Schwachpunkte liegen, bei denen sich prima ansetzen lässt – unter anderem schwärmt sie für die Songs von George Michael und liebt "Dirty Dancing" über alles. Mit Informationen gerüstet, die unverzichtbar sind, damit die "Operation Juliette" zügig zum Abschluss gebracht werden kann, reist das Trio seinem Zielobjekt nach Monte-Carlo hinterher – und rechnet mit allem, nur nicht mit Juliettes erbittertem Widerstand. Denn schon nach ein paar Stunden zückt die selbstbewusste, unnahbare junge Frau genervt ihr Scheckheft und macht „ihrem“ Bodyguard ein verlockendes Angebot: Vorausgesetzt, er lässt sie in Ruhe, will sie Alex das Doppelte von dem zahlen, was ihr Vater zahlt.

Zum Schein geht Alex auf Juliettes Vorschlag ein und verschwindet aus ihrem Leben. Wenig später wird Juliette am Steuer ihres Sportwagens Opfer eines brutalen Überfalls. Wie durch ein Wunder ist Alex nicht nur sofort zur Stelle, es gelingt ihm sogar, die geraubte Handtasche wiederzubeschaffen. Denn der Überfall war natürlich fingiert und der schwarz maskierte Dieb auf dem Motorrad kein anderer als – Mélanie! Wie erhofft, zeigt der fiese Trick Wirkung. Die geschockte Juliette stellt Alex auf der Stelle wieder als Bodyguard ein und vereinbart mit ihm ein Codewort: Schreit sie "Handtasche!", muss er augenblicklich an ihre Seite hechten...

Im Hotel setzt Alex seinen Verführungsplan generalstabsmäßig in die Tat um. Nach einem (selbstredend von Marc verursachten) Wasserschaden, der ihre Luxussuite unbewohnbar macht, verbringt Juliette die Nacht in Alex' Zimmer, der ihr großzügig sein Bett überlässt. Als "rein zufällig" eine "Dirty Dancing"-DVD aus seiner Reisetasche fällt, sehen sie sich, auf der Bettkante sitzend, den Film gemeinsam an – was dazu führt, dass Juliette beginnt, sympathische Seiten an ihrem Aufpasser zu entdecken, wenn auch eher widerstrebend. Dass sie anscheinend so viele Gemeinsamkeiten haben, findet sie mit der Zeit sogar ausgesprochen nett. Alex spürt, dass er sie langsam, aber sicher dahin manövriert, wo er sie haben möchte. Da kann Juliettes beste Freundin Sophie (Helena Noguerra), die überraschend auftaucht, noch so nymphoman und als Störfaktor nicht eingeplant gewesen sein – Alex lässt sich nicht aus der Fassung bringen und arbeitet zielstrebig auf Juliettes Eroberung zu. Dazu gehört auch, dass er mit dem grobmotorischen Marc die Tanzschritte aus "Dirty Dancing" einübt. Monsieur Van der Beck erwartet nun mal ein positives Ergebnis. Das gibt er Alex mehrfach mit Nachdruck zu verstehen...

Schließlich naht der alles entscheidende Abend vor der Trauung. Alex hat sich eine todsichere Nummer ausgedacht, bei der der Song "Time Of My Life" aus "Dirty Dancing" eine entscheidende Rolle spielen soll. Er ist sich gewiss: Auf diese Weise wird er Juliette endgültig rumkriegen, und Jonathan muss sich anschließend eine andere Braut suchen. Nur eine Sache scheint Alex (noch) nicht so recht bewusst zu sein: Dass er sich unsterblich in sein Zielobjekt verliebt hat. Ein fataler Anfängerfehler, der einem Profi wie ihm nicht unterlaufen dürfte...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 14.12.2010

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