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Axolotl Overkill - Plakat zum Film

AXOLOTL OVERKILL

(D, 2017)

Regie: Helene Hegemann
Film-Länge: 94 Min.
 
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DVD:  18.84 EUR
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Blu-ray:  21.52 EUR
 


 Kino-Start:
 29.06.2017

 DVD/Blu-ray-Start:
 07.12.2017

"Axolotl Overkill" - Handlung und Infos zum Film:


Schwebezustand, Limbo, Warteschleifer: Mifti (Jasna Fritzi Bauer) ist 16, sieht aus wie 12, verhält sich wie Mitte 30. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie mit ihren Halbgeschwistern Anika (Laura Tonke) und Edmond (Julius Feldmeier) in einer Berliner WG. Anika neigt zur Hysterie und ist panisch, sie könnte in ihrer neuen Rolle als Ersatzmutter scheitern. Edmond neigt zur Lethargie und verbringt seine Zeit damit, scheinbar beliebig Dinge zu bügeln. Und Mifti? Sie neigt zur Gleichgültigkeit und überspielt mit coolen Sprüchen und lässigen Posen, dass sie langsam den Halt zu verlieren droht. Von ihrem Vater ist keine Hilfe zu erwarten: Er hat sich mit seiner attraktiven Geliebten in sein ebenso teuer wie kühl eingerichtetes Designerhaus zurückgezogen und hält dort Hof. Beim Essen mit seinen Kindern referiert er darüber,

dass er Terrorismus für einen zeitgemäßen Karrierezweig hält. Therapeuten sind auch keine Lösung. "Posttraumatische Belastung und Borderlinesyndrom" diagnostizieren sie und verschreiben Mifti Xanax. Im Zweifelsfall Ruhigstellen. Als ob.

Auch zur Schule gehen macht für Mifti wenig Sinn – wenn es ihrer Schwester denn gelingt, sie morgens unter Androhung aus dem Bett zu zerren. Im Unterricht ist sie desinteressiert und kratzbürstig, Freunde hat sie unter ihren Mitschülern keine. Was könnten Gleichaltrige ihr schon zeigen, was sie nicht längst schon weiß? Besser niemanden an sich ranlassen. In einer Schulpause freundet sie sich mit der Schauspielerin Ophelia (Mavie Hörbiger) an, die nach einer chaotischen Autofahrt im volltrunkenen Zustand zu Sozialstunden verdonnert wurde und an der Essensausgabe der Aula Pampf auf die Teller der Schüler verteilt. Zu ihr hat Mifti sofort einen Draht: Ophelia gibt Vollgas, weil sie weiß, dass sie ihre eigene Verzweiflung nicht ertragen könnte, wenn sie innehielte. Mifti kennt das Gefühl.

Immer wieder schweifen ihre Gedanken zurück. Sie muss an Alice (Arly Jover) denken, die souveräne, elegante und schöne Mittvierzigerin, die Mifti vor ein paar Jahren im Supermarkt kennengelernt hat und mit der sie sich in eine Affäre stürzte. Alice, die ihr Geld als High Society-Dealerin macht und so unberührbar und überlegen daherkommt. Sie hat immer die richtige Reaktion parat. Durchliebte Nächte in edlen Hotelsuiten, Leidenschaft, nur der Moment zählt, der Kater am Morgen danach. Aber das ist Vergangenheit. Mifti hat Alice seit Monaten nicht mehr gesehen. Sie ist verschwunden und hat Mifti allein gelassen mit ihrem Leben. Herzschmerz total. Weil sie Alice liebt und Alice diese Liebe nicht erwidert. Nicht mehr.

Mit Ophelia stürzt Mifti sich in Partys, Drogen und Affären, in eine Halbwelt aus Neonlicht, Stroboskopblitzen und Morgendämmerung. Mifti ist wild, traurig, vernünftig, unvernünftig, brüllt, kratzt, beißt und lässt sich treiben. Sie lässt sich benutzen und benutzt andere. Mit Verwunderung beobachtet sie die Erwachsenen, auf die sie trifft. In ihren Augen sind sie nur eines: verzweifelt. Verzweifelt, weil sie fürchten, die Welt könnte untergehen, oder weil sie gerade nicht wissen, was sie anziehen sollen. Dann sieht Mifti auf einer Party Alice wieder, mit einem fremden Mann. Und sofort kommen die Gefühle wieder hoch. Die Erinnerung an die gemeinsamen Abenteuer. An die Gefahr und die Leidenschaft. Also setzt Mifti alles auf eine Karte...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 12.06.2017

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