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Alter und Schönheit - Plakat zum Film

ALTER UND SCHöNHEIT

(D, 2008)

Regie: Michael Klier
Film-Länge: 97 Min.
 
"Alter und Schönheit" auf DVD bestellen
DVD:  4.42 EUR
  


 Kino-Start:
 08.01.2009

 DVD/Blu-ray-Start:
 10.07.2009

 Pay-TV-Start:
 13.01.2010

 Free-TV-Start:
 05.03.2011

"Alter und Schönheit" - Handlung und Infos zum Film:


Ein wenig fremd sind sie sich geworden, die vier Freunde, in all den Jahren, aber fast ist es wie früher, als sie sich wieder sehen. Auch wenn der Anlass eher traurig ist: Manni (Peter Lohmeyer), der jüngste und erfolgreichste von ihnen, beliebter Fernsehkommissar, ist schwer erkrankt. Der Krebs lässt ihm nicht mehr viel Zeit. Eine unzertrennliche Clique waren sie damals - in all den langen Nächten schien sie irgendwie unverwüstlich.

Und heute sind sie in einem Alter, in dem erste Beschwerden auftauchen und gegen die sie mit schwarzen Humor angehen. Doch Mannis Situation lässt sich nicht mit mehr mit Witz überspielen. Warum ausgerechnet er, der Jüngste von ihnen und dem es immer gut ging, der Erfolg hatte, jede Frau konnte er haben und nicht zuletzt den Ferrari, von dem er immer träumte. Nun steht der Traumwagen da - vor dem Hospiz.

Harry (Henry Hübchen) verschanzt sich noch immer hinter seinen Sprüchen und Justus (Burghart Klaußner), inzwischen vielbeschäftigter Fernsehregisseur, hängt nur am Handy und muss morgen unbedingt zurück in München sein. Im Eingang des Hospizes treffen sie Bernhard (Armin Rohde), der früher keinen Joint ausgelassen hat und heute, an der unverzichtbaren Aktentasche leicht auszumachen, ein ruhiger Lehrer ist. Verhaltene, unsichere Umarmung. Was sagt man einem wie Manni, wie verhält man sich? Flachsend wie früher? Oder ernst, der Situation angemessen? Aber was heißt das schon?

Die Krankheit hat den Freund schwer gezeichnet. Aber nicht lange und für einen kurzen Augenblick erwachen seine Lebensgeister und gemeinsam beschwören sie ein vergessenes Lebensgefühl von damals herauf, als alles möglich schien. Mannis Erinnerung kreist um Rosi (Sibylle Canonica), die jeder aus der Clique vergöttert hatte damals und die schließlich seine große Liebe wurde. Bis er sie aus heiterem Himmel verließ vor einem halben Leben. Ob die Freunde sie ausfindig machen können? Rosi noch einmal treffen - das ist sein letzter Wunsch!

Aber anstatt sich sofort auf die Suche nach Rosi zu machen, zwängen sich die drei in den engen Ferrari und rasen damit herum, bis sie in Mannis Bungalow ihr Lager aufschlagen. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und ein Hauch vergangenen Lebensgefühls kommt auf. Als sich ihr Gespräch bald wie von selbst um Rosi dreht, meint Bernhard bewundernd, keiner habe Rosi je wirklich haben können, denn eine "Königin" sei sie gewesen, ernsthaft und stolz. Doch Harry und Justus haben da eine ganz andere Erinnerung...

In einem anonymen Hochhaus stehen die Freunde schließlich vor Rosis Tür, doch niemand öffnet. Sie warten, trinken ein paar Bier im nahen Sportcenter und beklagen ihr Schicksal als Ehemänner: Justus arbeitet wie ein Verrückter, um zwei Frauen und vier Kinder zu versorgen, Harry hat Stress, weil er sich zwischen zwei Frauen entscheiden muss - und zwar bis morgen früh. Nur Bernie hält sich bei dem Thema seltsam verschlossen. Und Rosi lässt sich nicht blicken.

Am nächsten Morgen, nach einer mit Scherzen und Bedrückung geprägten Nacht bei Manni im Hospiz, stehen Bernie und Harry wieder vor ihrer Tür. Diesmal öffnet sie, doch kaum dass sie Mannis Namen erwähnen, schlägt ihnen Rosi schlaftrunken und zornig die Tür vor der Nase zu. Nichts scheint Rosi von ihrer Unberechenbarkeit und Faszination verloren zu haben. Doch sie bleiben hartnäckig und endlich begreift Rosi den traurigen Anlass ihres Besuches. Doch so glücklich Manni ist, als die Freunde mit Rosi an seinem Bett stehen, so schwer fällt es ihm, Worte zu finden, um seine einstige große Liebe um Verzeihung zu bitten. Den anderen geht es nicht besser, sie trinken Schampus und flüchten in Belanglosigkeiten. Rosi und Manni bleiben einen Moment beieinander und schweigen.

Justus beugt sich seinem Termindruck und fährt zum Flughafen, eine Verabschiedung von Manni hat er nicht zustande gebracht. Harry und Bernie nehmen Rosi mit zu Mannis Bungalow, der mal ihr zu Hause war. Erst allmählich überwindet sie den Schock und vorsichtig, als fürchte sie alte Spuren zu zerstören, erkundet sie Haus und Garten, entdeckt auf Anhieb ihr altes Haschischversteck, sogar die kleine Metalldose ist noch da und der Inhalt unversehrt. Bald kreist der Joint wie in alten Zeiten und niemand ist wirklich überrascht, als Justus plötzlich wieder da steht und mitrauchen will. Er hat es einfach nicht über’s Herz gebracht, in den Flieger zu steigen. Gemeinsam schöpfen sie das Wasser des übergelaufenen Pools aus dem Garten, Harry springt in Mannis altem Affenkostüm in den Pool und alle anderen bekifft hinterher. Sie hören Platten von damals und staunen über den Schwarz/weiß-Dokumentarfilm, den Justus damals mit Manni im Wirtschaftswunder-Berlin gedreht hatte.

Nachts erliegen die Männer auf der Terrasse ihrem Rausch und ihrer Melancholie und Rosi zieht sich mit ihren alten Liebesbriefen ins Gartenhäuschen zurück. Harry inspiziert nachdenklich Mannis verrostete, zum Teil im Garten vergrabene Autowracks. Für welche seiner Frauen soll er sich entscheiden? Dann schickt er beiden gleich lautende Liebesgrüße per SMS. Und Justus hadert mit sich und versucht lustlos dem Storyboard seiner TV-Teeniesoap einen Sinn abzugewinnen. Nur Bernhard, der vom Auftauchen Rosis wie elektrisiert scheint, wirkt entrückt und ergibt sich der Wirkung der Joints. Der nächste Morgen beginnt mit Ernüchterung: Harry muss zur Kenntnis nehmen, dass beide Frauen - jede für sich und per SMS - mit ihm Schluss gemacht haben.

Dann steht Bernies Frau Britt (Friederike Wagner) in der Tür und will ihn abholen. Ruhig und noch benebelt von der Nacht eröffnet er ihr, dass er sie schon lange nicht mehr liebe. Und er werde die Schule aufgeben und noch mal ganz neu anfangen. "Man kann immer neu anfangen", kommt es von seinen Lippen, die sich zu einem zuversichtlichen Lächeln formen. Manni ruft an und will abgeholt werden. Zu fünft quetscht sich die Clique in den Ferrari und Rosi fährt den schnellen Wagen raus aus der Stadt. Manni scheint den Rausch der Geschwindigkeit bereits aus weiter Ferne zu erleben.

Irgendwann machen sie Rast und Rosi und Manni finden doch noch Worte für die einzig bedeutende Liebe ihres Lebens. Ein letztes Mal küsst Rosi den Mann, der sie so verletzt hatte, dass sie ihn nie wieder sehen wollte. Als sie gemeinsam zurückgehen zum Ferrari, müssen die Freunde Manni stützen. Manni wird nicht mehr einsteigen…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 20.12.2008

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